Immenstaad, 7. April 2026 – Die ZIM Aircraft Seating Group hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von mehr als 120 Millionen Euro erzielt und das Jahr unter dem Strich positiv abgeschlossen. Fünf Jahre nach dem Einbruch auf rund 17 Millionen Euro im Pandemiejahr 2020 hat das Unternehmen damit nicht nur das Vorkrisenniveau deutlich übertroffen, sondern seine Größenordnung grundlegend verändert.
Retrofit trägt zwei Drittel des Geschäfts
Wachstumstreiber ist der Austausch bestehender Kabinen. Sitze werden im Schnitt etwa alle acht Jahre getauscht, rechnerisch also rund viermal im Leben eines Flugzeugs. Rund zwei Drittel des Umsatzes stammen derzeit aus diesem Retrofit-Geschäft. Im Erstausrüstungsgeschäft wirken dagegen die Auslieferungsverzögerungen bei Airbus und Boeing bremsend: Ein Sitz kann erst geliefert werden, wenn das Flugzeug gebaut wird.
Über 100.000 ausgelieferte Sitze
In Summe hat ZIM inzwischen mehr als 100.000 Flugzeugsitze ausgeliefert. Die Gruppe ist an drei Standorten in Deutschland und den USA vertreten und beliefert neben der Lufthansa Group unter anderem SWISS, Air New Zealand, Singapore Airlines, All Nippon Airways und Cathay Pacific. Für einen unabhängigen Hersteller in einem Markt, der von wenigen Großkonzernen geprägt ist, ist diese Kundenbasis die eigentliche Substanz hinter der Umsatzzahl.
Investitionen in Kapazität
Um die anziehende Nachfrage zu bedienen, hat ZIM den angekündigten Ausbau des Produktionsstandorts Markdorf begonnen. Zum Vorhaben gehören neue Produktionslinien und zusätzliche Lagerflächen. Darüber hinaus übernimmt ZIM Flächen benachbarter Unternehmen und bindet sie in den eigenen Produktionsfluss ein. Das strafft die Abläufe und schafft Synergien über Abteilungsgrenzen hinweg. Die Investition liegt im Millionenbereich und soll die Produktionskapazität am Standort verdoppeln.
Statement Raffael Rogg, Group CEO
„Schwarze Zahlen sind in unserer Branche kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von fünf Jahren konsequenter Arbeit“, sagt Raffael Rogg. „Unser Anspruch für die kommenden Jahre ist nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Wachstum, das wir liefern und zulassen können.“




