Ramp-up nach der Pandemie: ZIM fährt die Produktion hoch, während Airlines ihre Kabinenprogramme verschieben

Immenstaad, 17. Dezember 2021 – Die ZIM Aircraft Seating GmbH fährt Entwicklung und Produktion nach dem pandemiebedingten Nachfrageeinbruch wieder hoch. Das Unternehmen bereitet damit die Kapazitäten für den Serienstart des ZP610 ab dem ersten Quartal 2022 vor, in einem Marktumfeld, in dem nahezu alle Kabinen- und Retrofit-Programme der Fluggesellschaften zeitlich verschoben wurden.

Verschobene Programme, verschobene Auslieferungen
Für Zulieferer in der Flugzeugkabine waren 2020 und 2021 nicht primär Jahre ausbleibender Aufträge, sondern Jahre verschobener Termine. Airlines haben Retrofit-Programme, Neuauslieferungen und Kabinenumbauten um Monate nach hinten gelegt, um Liquidität zu schonen und Flottenentscheidungen an die tatsächliche Nachfrageentwicklung anzupassen. Für ZIM bedeutete das: Entwicklungsarbeit und Zulassungsvorbereitung liefen weiter, die Auslieferungen verlagerten sich.

Engpässe im Hochlauf: Lieferketten, Material, Zulassung
Der Wiederanlauf ist anspruchsvoller als der Einbruch. Lieferketten sind nach den Monaten des Stillstands nicht auf Knopfdruck wieder auf Serienniveau, die Verfügbarkeit einzelner Materialien und Bauteile bleibt volatil, und Zulassungsverfahren binden Kapazität in einer Phase, in der alle Marktteilnehmer gleichzeitig hochfahren. ZIM begleitet Lieferanten deshalb enger als bisher, sichert kritische Materialien frühzeitig ab und synchronisiert Zulassungs- und Produktionsplanung.

Erholung beginnt auf der Langstrecke
Das Branchenbild ist eindeutig: Die Erholung startet auf der Langstrecke, und die Premium-Nachfrage kehrt schneller zurück als der Geschäftsreiseverkehr. Genau in diesem Segment ist ZIM positioniert. Der Serienstart des ZP610 ab dem ersten Quartal 2022 trifft damit auf einen Markt, in dem Fluggesellschaften ihre Premium-Economy-Kapazitäten nicht reduzieren, sondern ausbauen.

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